Kurzstiefel – nichts Halbes und nichts Ganzes?

by wp_admin on 28. Februar 2011

Stiefel sind Stiefel ist das Mantra der Modepuristen. Darunter versteht man allgemein folgendes Schuhwerk: gerader Schaft, knapp unter Kniehöhe, mit Absatz oder auch ohne – aber immer und ausschließlich Stiefel. Was also soll uns dieses Mittelding zwischen Pump und Stiefel – mit dem (mit Verlaub) etwas lächerlichem Namen „Kurzstiefel“ sagen?

Kurzstiefel

Kurzstiefel

Das beginnt schon allein bei der Form. Kurzstiefel reichen typischerweise bis zur mittleren Wade – und damit kommen wir auch schon zum ersten Problem. Was macht Frau mit einem Stiefel, der erstens optisch ihr Bein verkürzt und zweitens ihre Wade breiter erscheinen lässt? Wenn es sich bei der Kurzstiefel-Trägerin nicht um Victoria Beckham handelt, wo die Wade bequem als Unterarm durchgeht, oder wenn man sich nicht als weibliche Ballack-Version der „Wade der Nation“ fühlt, sollten Kurzstiefel nie (wirklich nie!) mit Rock getragen werden.

Das bringt uns zu Problem Nummer zwei. Womit trägt sich der Kurzstiefel eigentlich? Unter der Hose versteckt mag er im Winter möglicherweise eine Alternative zum eleganteren Pump sein. Wobei auch hier die Frage bleibt – warum dann nicht gleich Pumps? Aber über der Hose ist der kurze Stiefel eine absolute Modesünde – siehe Problem eins… dreifach verstärkt. Was bleibt also?

Die einzige Form mit Kurzstiefeln stilvoll und gleichzeitig sexy auszusehen, ist die Variante der Cowboystiefel. Etwas weiter im Schaft geschnitten, kombiniert mit kurzen (am besten abgeschnittenen) Jeansshorts sind die „Boots“ ein absoluter Hingucker – und zwar im positiven Sinne! Wichtig: das Top zur Jeans und Stiefel sollte nicht zu ausgeschnitten oder eng sein, sonst wirkt das Outfit schnell billig. Also hier lieber mit einem Babydoll-Top oder einer locker geknoteten Bluse kombinieren. Aber Vorsicht: Dieser Kurzstiefel-Look sollte in kleinen Dosen genossen werden. Beim Afterwork-Grillen mit dem Chef lieber nicht – beim Picknick im Park dagegen: yihaa!

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